POSTCARD from ZYPERN – Paphos


POSTCARD from ZYPERN – Paphos

Lebhafte Promenaden, glasklare Buchten und (Avocado- &) Bananenplantagen, wohin das Auge reicht – Zypern ist zu Recht ein beliebtes Urlaubsziel. Bisher stand die Insel nie wirklich auf meiner Bucket-List. Aber wie es der Zufall so will, habe ich durch Bekannte, die dort leben, letzten Winter Lust auf eine Reise bekommen. Gleich vorweg ein Disclaimer: Dieser Urlaub war komplett privat organisiert, gebucht und bezahlt. Dieser Beitrag steht also in keinem Zusammenhang mit einem Hotel, einer Fluglinie oder ähnlichem.

Anreise

Geflogen sind wir mit LEVEL, da diese recht günstig den größten Flughafen in Zypern (Larnaka) anfliegt. Zur Haupturlaubszeit ist natürlich einiges los und normalerweise vermeide ich solche Zeiten lieber. Da wir allerdings von Dienstag bis Dienstag geflogen sind, war das Reiseaufkommen zwar stark, aber aushaltbar. Tipp: Viele wissen bis heute nicht, dass Trinkflaschen zwar vor dem Security Check abgegeben werden müssen, Essen allerdings nicht. Deshalb nehme ich mir immer selbst Snacks, belegte Brote, Obst oder teils kleine Salate von zuhause mit. Ist kostengünstiger und bei den Billigfluglinien bekommt man eh nichts (Gescheites) mehr zu essen bzw. mittlerweile auch nichts mehr zu trinken.

Der öffentliche Transfer (Busse etc.) gestaltet sich in Zypern etwas schwieriger. Deshalb unbedingt schon im Voraus ein Shuttle organisieren, sonst zahlt man in der Hauptsaison volle Länge drauf. Über getyourtransfer.com habe ich relativ günstige Abholmöglichkeiten gefunden.

Unterkunft: Constantinou Bros Athena Beach Hotel

Die meist gestellteste Frage war die, nach unserem Hotel. Ich habe während unseres Aufenthalts bewusst wenig zu unserer Unterkunft gesagt. Was folgenden Grund hatte: ich habe das Hotel dieses Mal nicht selbst ausgesucht, sondern es wurde uns durch Bekannte in Zypern vermittelt. Das Constantinou Bros Athena Beach Hotel ist keinesfalls schlecht, ganz im Gegenteil! Es ist sauber, unglaublich groß, aber eben ein bisschen in die Jahre gekommen und meines Erachtens zu teuer, wenn man auf Kleinigkeiten achtet. Ich habe euch deshalb ein paar alternative Hotels und Airbnbs in der Gegend von Paphos herausgesucht.

Die Anlage war, wie bereits gesagt, riesig. Einige mögen dieses Resort-Feeling und den Komfort, den so ein Hotel mit sich bringt. Ich bin allerdings eher Team Boutique Hotel und mir war unsere Unterkunft zeitweise schon ein bisschen zu groß. Das Constantinou Bros Athena Beach Hotel hat vier Sterne und liegt direkt am Strand von Kato Paphos. Ich werde euch jetzt nicht alle Einzelheiten des Hotels aufzählen, sondern nur das, was mir besonders positiv bzw. negativ aufgefallen ist.

PROs Hotel

Die Guest Relations haben direkt im Hotel tolle Touren angeboten, die weitaus besser organisiert waren, als die, die ich online gefunden habe. Weiters gab es auch einen Mini Market, was super praktisch fürs Wasser ist. Das Leitungswasser auf Zypern gilt zwar als trinkbar – ich bin da trotzdem sehr vorsichtig. Service und generell das Personal im Hotel waren TOP. Zudem war eines meiner wichtigsten Kriterien erfüllt: es war sehr sauber. Ich war auch schon in super modernen fünf Stern Hotels, die einfach nicht sauber waren, deshalb hebe ich das besonders heraus.

CONs Hotel

Wie bereits erwähnt, ist das Hotel von der Einrichtung her ein bisschen in die Jahre gekommen. Die meisten Urlauber kamen aus England. Von krebsroter Haut, falschen Wimpern hoch 2 bis hin zu ganz schlimmen (um nicht potthässlich zu sagen), verschwommene Tattoos und einem übermäßig lautem Oran, wurden leider alle typischen Klischees bedient. Dementsprechend war auch das Buffet bzw. Essen allgemein sehr an den englischen Gaumen angepasst. Es wurde kaum einheimische Küche (z.B.: Halloumi, Avocado oder andere landestypische Lebensmittel) angeboten. Es gab bloß einen Meereseinstieg über einen Steg aus Plastik-Kanistern (der mit dem Wellengang mitging) und keinen ordentlichen Sandstrand, was mir bei der Hotelwahl normal sehr wichtig ist. Weiters fand man der Strandküste entlang unseres Hotels unglaublich viele Algen.

Alternative Unterkünfte

Wie bereits angekündigt, haben wir vor der Vermittlung des Hotels auch noch einige andere Unterkünfte recherchiert. Hotels im Bereich Paphos, die mir zumindest online sehr gut gefallen, sind zum Beispiel: Louis Ivi Mare, Amphora Hotel & Suites, Almyra, Amavi oder Annabelle.

Hier auch noch ein paar Airbnbs, die mir in der Gegend Paphos gut gefallen haben: Airbnb 1, Airbnb 2, Airbnb 3, Airbnb 4, Airbnb 5, Airbnb 6. Wenn ihr euch über diesen Link anmeldet, dann bekommt ihr bei eurer ersten Buchung 30€ Rabatt. Reiseguthaben kann man ja immer gut brauchen, oder? 😉

Unsere Ausflüge

Rikkos Beach

Nachdem der Meereinstieg beim Hotel zuerst nicht ganz meinen Wünschen entsprach, sind wir gleich am ersten Tag zu Rikkos Beach spaziert. Leider zahlte sich der 30-minütige Spaziergang dorthin nicht unbedingt aus, da dieser öffentliche Strand zwar einigermaßen gepflegt war, aber nicht einmal annähernd den Komfort geboten hat, den wir uns von einem Strand gewünscht hätten. Meines Erachtens kann man Rikkos Beach also auch auslassen.

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Coral Bay

Zur Coral Bay gelangt man entweder sehr umständlich mit dem Bus oder man nimmt – so wie wir es gemacht haben – ein Taxi. Die Taxi-Fahrt von Kato Paphos hat 18€ gekostet und knapp 25 Minuten gedauert. Der Strand und das türkise Meer sind wunderschön, aber an einem Freitag (bzw. zum Wochenende hin) sind natürlich gefühlt 1 Mio. Menschen hier! Früh da zu sein, lohnt sich wahrscheinlich – wir mussten uns um 13 Uhr mühsam einen Schirm erkämpfen. Zwar kein einsamer Strand, so wie man es durch Instagram teils vermuten würde, aber auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Zebra Jeep Safari Tour (inklusive Blue Lagoon)

Die Blue Lagoon war ganz oben auf meiner Liste an Dingen, die ich mir in Zypern UNBEDINGT anschauen wollte. Ganz wichtig für mich als Vorzeige-Millenial: auf keinen Fall eine zu touristische Tour buchen! Deshalb haben wir relativ lange gezögert, die Flyer mit zugegeben billiger Aufmachung ernst zu nehmen. Nachdem ich durch die mangelnden öffentlichen Anbindungen keine passende Alternative fand, haben wir uns dann für die angebotene Zebra Jeep Safari Tour entschieden. Kleiner Teaser vorweg: es waren die best-investierten 55€ (pro Person) seit langem. Ich kann die Tour also wirklich nur jedem weiterempfehlen.

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Sea Caves & Lara Bay

Man wird von seiner Unterkunft im Raum Paphos abgeholt. First Stop ist das gesunkene Schiffswrack EDRO III, das seit 2011 in der Nähe der Sea Caves nordwestlich von Paphos liegt. Wir waren nur 5 Tour-Teilnehmer und hatten somit ausreichend und vor allem angenehm Platz im Land Rover Defender. Anschließend ging es vorbei an zahlreichen Bananenplantaschen weiter Richtung Lara Bay oder besser bekannt als der Turtle Beach. Auch wenn die Baby-Schildkröten nur nachts schlüpfen, war es beeindruckend diese Turtle Conservation Station zu sehen. Unser Guide Christoph/Christo war ein eingefleischter Zypriot und kannte SEINE Insel wie seine Westentasche. Somit kam es nicht nur einmal vor, dass er zwischen unserer holprigen Fahrt über Stock und Stein plötzlich auf der Höhe einer Pflanzen Inne hielt, eine abriss und uns zur Identifikation gab. Tatsächlich handelte es sich hierbei um Anis, den ich so noch nie in seiner botanischen Schönheit gesehen habe. Er zeigte uns Paphos auf eine ganz besondere Art, wie es nur jemand machen kann, der in Zypern aufgewachsen ist.

Latsi & Blue Lagoon

Die Zebra Jeep Safari führte uns dann weiter nach Latsi, dem Hafen, ab dem die meisten Boote Richtung Blue Lagoon gehen. Solltet ihr ein Mietauto haben, dann könnt ihr ohne weiteres direkt nach Latsi fahren und euch vor Ort für einen der zig Anbieter entscheiden. Vorausbuchen ist also nicht unbedingt notwendig. Bei uns war die Schiffsfahrt im Paketpreis der Tour inkludiert. Und so ging es ab Latsi 45 Minuten zur Blue Lagoon. So ein pures, klares und vor allem blaues Wasser habe ich in meinem gesamten Leben noch nirgends gesehen. Unglaublich. Natürlich ist hier ein dementsprechendes Touri-Aufkommen, allerdings ‘schwimmt’ man begeistert von den ganzen Eindrücken sowieso in seiner eigenen Blase und kann die anderen Gäste gut ausblenden. Die meisten Touren zur Blue Lagoon dauern 3 Stunden, also 45 Minuten Hin- sowie Rückfahrt und genügend Freizeit, um dort zu schwimmen.

Aphrodite

Nach einem organisierten Mittagessen in einer einheimischen Taverne führte uns die Tour weiter zum Bad der Aphrodite. Laut einer Mythologie wird man durch das Wasser dort um 10 Jahre jünger. Sollte man das in keiner Tour inkludiert haben, muss man nicht unbedingt hin. Es war an sich nur ein kleiner Wasserfall und der Brunnen mit dem heiligen Wasser der Schönheitsgöttin. Trotzdem ganz interessant zu sehen. Direkt nach unserer Ankunft waren wir übrigens noch beim Felsen der Aphrodite, was ich weitaus beeindruckender fand (siehe Fotos).

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Wine Tasting

Zu guter Letzt machten wir noch in einem heimischen Weingut Einkehr. Von verschiedensten Weinsorten wurden dort vor allem auch andere lokale Produkte verkauft, zum Beispiel Olivenöl oder Körperprodukte mit Eselsmilch. Unser Tag wurde noch mit einem Wine Tasting abgerundet und wir kehrten glücklich, voller Eindrücke, aber natürlich auch müde nach knapp 9 Stunden wieder ins Hotel zurück.

Paphos Habour

Wir sind einmal von unserem Resort aus bis zum Hafen in Paphos gelaufen und abends waren wir einmal im Restaurant Τα Μπάνια Abendessen. An sich ist der Hafen natürlich sehr touristisch, gerade im Juli. Aber das Lokal kann ich euch wirklich sehr empfehlen. Es ist sehr modern, untertags auch ein Café bzw. abends eine Bar. Empfindlich bezüglich der Lautstärke darf man nicht sein, da dauerhaft zwar gute Musik, aber dafür sehr laute Titel gespielt werden. Ich habe einen gegrillten Oktopus gegessen und war begeistert. Preislich hat mich das Lokal auch wirklich gar nicht geschreckt – 25€ für frische Meeresfrüchte ist ganz normal.

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Pioneer Beach Sunset Point

Kein Urlaub wäre perfekt ohne einen kitschigen Sonnenuntergang. Auch nach dem 100. kann ich einfach nicht genug bekommen. Dieser so natürliche Vorgang und gleichzeitig wunderschönes Farbenschauspiel kann man besonders gut vom Pioneer Beach Sunset Point beobachten. Einfach von der Hauptstraße beim Constantinou Bros Pioneer Beach Hotel entlang der Nebenstraße bis zum Strand bzw. der kleinen Kapelle gehen.

Nützliche Infos

Auf Zypern ist es ganzjährig eine Stunde später als bei uns. Weiters sollte man wissen, dass die Insel geteilt ist. Seit 1974 ist Zypern völkerrechtlich gesehen in einen griechischen Süden und einen türkischen Norden getrennt. Zudem war Zypern bis 1960 britische Kolonie, davon ist seit der Unabhängigkeit nicht mehr viel übrig – trotzdem fahren die Zyprioten bis heute auf der linken Seiten. Gleiches Spiel mit dem Strom, deshalb auf keinen Fall den britischen Adapter vergessen. Weiters empfanden wir, dass es sehr viele streunende Katzen gab. Für jemanden wie mich, die hochallergisch auf Katzen ist, war es nicht wirklich ein Genuss, als sich während des Abendessens 2-3 Katzen um den Tisch schlängelten.

Für’s nächstes Mal

Dinge, die ich eigentlich noch machen wollte bzw. die für den nächsten Aufenthalt auf meiner Liste stehen:

  • Avocado Plantagen anschauen
  • Love Bridge in Ayia Napa
  • Nissi Beach in Ayia Napa
  • Kap Greco
  • Tagestrip nach Nikosia
  • Konnos Bay in Ayia Napa
  • Fig Tree Bay (Protaras)

Fazit Zypern

Ich bin ein Mensch mit sehr hohen Ansprüchen, was mich schnell einmal zur Fehlersucherin macht. Und nach 7 Tagen Zypern oder besser gesagt Paphos kann ich so viel sagen: Zypern ist ein unglaublich spannendes Land, eine Insel mit einem ganz eigenen Flair und gerade bei uns in Österreich bestimmt noch eine unterschätzte Urlaubsdestination. Das war bestimmt nicht mein letztes Mal auf dieser Insel – ich schwelge noch immer in einem leichten Urlaubstaumel, denn auch wenn wir nur einen kleinen Teil von Zypern gesehen haben, hat mich diese Insel verzaubert. Until next time.

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