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Rovinj 2017

MICHAEL: Mein erster Beitrag am Blog. Und ganz ehrlich: ich habe bisher eigentlich keine Blogs (außer hin und wieder den von Eva) gelesen und seit dem Deutschunterricht in der Schule gab es eigentlich niemanden, der mich dazu bewegte, kreative Texte zu schreiben. Der Druck ist aber fast gleich groß. Damals mussten meine Texte einem überaus kritischen, Beistrich-Fehler suchenden Kinder-Dompteur gefallen. Jetzt hoffe ich, dass sie euch gefallen. Jetzt aber zum eigentlichen Thema: meinem Urlaub in Rovinj.

Rovinj 2017

Ich besuchte Rovinj zum ersten Mal im August 2012. Damals war es eine Art Matura-Reise (für die deutschen Leser unter euch: Abi-Reise), welche ich mit zwei meiner besten Freunde und meinem Bruder machte. Anders als im Jahr 2012 ging es dieses Mal jedoch nicht um Feiern und den Konsum von alkoholischen Getränken in rauen Mengen sondern darum, die Stadt zu erkunden und einfach ein paar entspannte Tage am Meer zu verbringen, um dem stressigen Alltag zu entkommen. Die Entscheidung für den 5-tägigen Urlaub fasste ich eher spontan, da es (zumindest mit den Freunden, die ich habe) schwer war, in einer WhatsApp-Gruppe bezüglich Urlaub Nägel mit Köpfen zu machen. Am 1. Juni wurde gebucht, am 14. um 3 Uhr morgens fuhren wir los. Da mein Freundeskreis nicht aus allzu spontanen Personen besteht, waren wir zwar nur zu zweit, das schmälerte meine Vorfreude auf ein paar entspannende Tage jedoch nicht wirklich.

Die Reise hätte ohne diverse Pausen und einem Navi, dessen Entwickler offenbar keine Ahnung davon hatten, dass es das Land Kroatien überhaupt gibt und dort so etwas wie Straßen existieren, ca. 6 Stunden gedauert. Bei uns waren es ungefähr 8.

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Tag 1

Das Check-In in unserem Apartment, welches W-Lan, Meerblick und zwei Fahrräder zur freien Verfügung hatte, war unkompliziert und schnell erledigt. Auch unsere Gastgeberin Dolores, eine Kaugummi-süchtige Lehrerin, die fließend Englisch, Italienisch, Spanisch und Kroatisch spricht, war äußerst freundlich und erzählte uns im Garten des Anwesens ein wenig über die Stadt und die Sehenswürdigkeiten. Danach suchten wir erstmal etwas Essbares. Hierbei sei gesagt, dass es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, in Rovinj, einer Stadt die fast ausschließlich von Fischerei und Tourismus lebt, nichts Essbares zu finden. An jeder Ecke gibt es Pizzerias, kleine Bars, Fischrestaurants und Bäckereien. Da ich eine eher konservative Einstellung zu Lebensmitteln und Gerichten, die ich nicht kenne, habe, esse ich zumeist nur Dinge, die ich kenne. Daher werde ich euch in diesem Beitrag auch nicht wirklich viel über Restaurants und dergleichen berichten.

Meine Angst, die wertvollen Urlaubstage mit einer Lebensmittelvergiftung in den gefliesten Räumlichkeiten unseres Apartments an der Kloschüssel hängend zu verbringen, war einfach zu groß. Es gab daher fast täglich Pizza und Pasta. Auch kroatische Restaurants, vor allem in der Nähe von Italien, machen hervorragende Pizzen und andere italienische Gerichte. Das Eis dort unterscheidet sich auch nicht wirklich von dem in Italien. Unsere Wahl fiel am ersten Tag sowie an den meisten anderen Tagen auf das “Copacabana”, welches eine eher kleine Karte hat, aber alle Gerichte, die wir dort aßen, waren wirklich gut. Man sitzt außerdem direkt am Hafen und kann an lauen Sommerabenden während dem Essen das bunte Treiben am Pier beobachten und den Straßenmusikern zuhören. Nach dem Essen ging es relativ schnell zurück ins Apartment, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Tag 2

Morgens spazierten wir durch die Stadt und erkundeten die engen Gassen rundherum. Vor allem die Altstadt Rovinjs ist extrem bunt und hat einen ganz eigenen Charme. Es gibt viele mit Blumen geschmückten Balkone und man kann sich eigentlich überall mit einem kalten Getränk erfrischen. Die engen Gassen sorgen noch dazu dafür, dass einem in der Mittagshitze nicht zu heiß wird, da man dort nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Der einzige Minuspunkt besteht in dem uralten, spiegelglatten Kopfsteinpflaster, welches einen bei jedem Schritt vor die Herausforderung stellt, nicht zu stolpern oder auszurutschen. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir ganz entspannt mit Angeln – mit eher mäßigem Erfolg.

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Tag 3

Der nächste Tag wurde genutzt, um Filmmaterial für ein kurzes Youtube-Video zusammenzutragen. Danach bewegten wir uns von einer Bar zur anderen und von einem Cocktail zum nächsten. In Rovinj gab es, als ich zum ersten Mal dort war, noch die Disco Monvi, welche eine der besten war, die ich jemals besuchte. Zu meiner Enttäuschung wurde sie geschlossen und somit mussten wir irgendeine Alternative finden. Vorweg sei gesagt: wer Feiern will, sollte nicht nach Rovinj kommen. Schon gar nicht außerhalb der Hauptsaison. Wir versuchten dennoch unser Glück und gingen in die Bar “Boa”. Trotz dem Mangel an Gästen war es dank der guten Musik und den starken Cocktails dann doch ganz lustig. Um 4.30 Uhr gingen wir schließlich nach Hause, was sich dank dem vorhin erwähnten Kopfsteinpflaster gar nicht so einfach gestaltete.

Tag 4

Ich weiß nicht, ob es an dem trockenen Klima oder der Meerluft lag, wir waren beide nach 4 Stunden Schlaf wieder fit und gingen zum Strand. Der Weg dorthin gestaltete sich als äußerst mühsam, da der direkte Weg von einer riesigen Baustelle blockiert war und der Weg außen rum uns beiden vorkam, wie ein endloser Marsch durch die Sahara. Die Einwohner von Rovinj haben noch dazu die seltsame Eigenschaft, ihre Mülltonnen vor dem Haus zu platzieren und so kam es mehrmals vor, dass wir durch eine Wolke von in 30 Grad Hitze gegartem Abfall spazierten, was zu sofortigem Brechreiz und Brennen der Nasenschleimhäute und Augen führte.

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Der Strand, an dem wir badeten, befand sich westlich der Stadt und hatte sich im Vergleich zum Jahr 2012 nicht wirklich verändert. Sogar die Wasser-Hüpfburg, auf welcher ich bei meiner Matura-Reise in meinem jugendlichen Elan mit einer Schwimmweste nach diversen alkoholischen Getränken (wie das eben so üblich ist bei einer normalen Matura/Abi-Reise) um 10 Uhr morgens herumturnte, gibt es noch! Man sollte beim Baden jedoch niemals vergessen, genug Sonnencreme zu verwenden. Auch ich, der panische Angst vor Sonnenbränden hat, habe es geschafft, mir trotz mehrmaligem Eincremen einen zu holen. Wäre meine Mutter, die selbst auf der dermatologischen Ambulanz eines Krankenhauses arbeitet, nicht so weitsichtig und fürsorglich gewesen, mir eine Aftersun-Lotion einzupacken, wäre das Ganze womöglich nicht so glimpflich ausgegangen. In diesem Sinne: Danke Mama 🙂

Da auch Nichtstun anstrengend ist, ließen wir unseren letzten Abend mit ein paar entspannten Stunden beim Angeln am Pier ausklingen bevor wir am nächsten Tag gegen Mittag nach Hause fuhren.

Mein Fazit

Alles in Allem finde ich, dass Urlaub in Kroatien immer eine gute Idee ist. Die Küste ist extrem schön und die Strände sind sauber. Außerdem gibt es überall verschlafene aber absolut sehenswerte Städte. Die vorhin genannten Attribute gelten natürlich auch für Rovinj – die vielen liebenswerten Häuser und versteckten Bars direkt am Meer machen den Urlaub zu einer unvergesslichen Erfahrung. Wer also auf gemütliche Stunden und gutes Essen steht, ist hier richtig.

Lästig war lediglich die Tatsache, dass man als junger Erwachsener absolut keine Möglichkeit hat, sich in überfüllten Discos mit Getränken zu unverschämten Preisen mit überlauter Party-Musik beschallen zu lassen. Man muss nicht jeden Tag mit einer Alkoholvergiftung nach Hause wanken, aber zumindest die Möglichkeit, auszugehen, sollte in meinen Augen bestehen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die einzigen Urlaubstage, die ich diesen Sommer hatte, geben. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch auch gerne mein Video auf Youtube ansehen. Einige Bilder findet ihr auch auf meinem Instagram-Account!

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4 Comments

  • Reply
    Sandra Slusna
    6. August 2017 at 10:19 am

    Wow, das sieht wunderschön aus, ganz tolle Bilder und Eindrücke! <3
    Liebe Grüße,
    Sandra

  • Reply
    Karin
    6. August 2017 at 6:05 pm

    Also als Beistich-Fehler suchende Kinder-Dompteurin bin ich von deinen Schreibkünsten überzeugt! Toller Beitrag! (Auch großes Lob für die Arbeit, die du jetzt in den Ferien in deinem Blog steckst, liebe Eva!)

  • Reply
    sisters, jeans & messy buns
    8. August 2017 at 3:47 pm

    Wirklich tolle Bilder! 🙂 Sieht nach einem wunderbaren Urlaub aus! 🙂
    Liebste Grüße, Natascha von sjmb.at ♡

  • Reply
    Krysy Julie
    8. August 2017 at 9:16 pm

    Schöner erster Blogpost 😀 Und wirklich tolle Bilder!!!

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